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Expertensache – Einfache Inhalte und Leichte Sprache

Foto von mehreren digitalen Medien, zum Beispiel Laptop, Smartphone oder Tablet.

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens hat die Agentur anatom5 mit dem Barrierekompass eines der umfangreichsten Online-Magazine zum Thema Barrierefreiheit im Internet ins Leben gerufen. Der Barrierekompass, mit seinen mehreren hundert Beiträgen, diente von Anfang an nicht nur als Organ nach außen, sondern auch als Plattform zur intensiven Auseinandersetzung, mit allen Aspekten der Barrierefreiheit, für die Agentur selbst. In vielen Beiträgen spiegelt sich die langjährige Diskussion unter Experten wider, was z. B. unter Einfacher Sprache zu verstehen ist und auf welche Besonderheiten es gibt.

Wörterbuch für Leichte Sprache

2006 hatte anatom5 dann die erste Gelegenheit sich näher mit einem gedruckten Exemplar des weltweit ersten Wörterbuchs für Leichte Sprache befassen zu können. Das Wörterbuch des Netzwerks "People First Deutschland" war damals seiner Zeit deutlich voraus, wie eine Rezension aus 2006 zeigt (http://goo.gl/Oh6f7a). Damals ging es den meisten Redakteuren und auch den Experten der Agentur anatom5 zunächst um grundlegende Regeln für Einfache Sprache, die auch in der BITV der ersten Fassung gefordert war. Trotzdem bot das Wörterbuch auch damals schon einen spannenden Perspektivwechsel für Redakteure. Es enthielt unter anderem praktische Tipps und Tricks für Leichte Sprache sowie die europäischen Richtlinien für die Erstellung von leicht lesbaren Informationen für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein Grundstein für die heutige Arbeit der Experten für Leichte Sprache.

Barrierefreiheit ist immer nur eine Annäherung

In den europäischen Richtlinien für die Erstellung von leicht lesbaren Informationen für Menschen mit geistiger Behinderung steht bereits eine weise Erkenntnis: „Die Frage, ob ein Text leicht lesbar oder verständlich ist, hängt sehr von den Fähigkeiten und Erfahrungen der Leserinnen und Leser ab. Das Konzept der „leichten Lesbarkeit“ kann deshalb nicht universal sein. Es wird nicht möglich sein, einen Text zu verfassen, der den Fähigkeiten aller Menschen mit Lese- und Verständnisproblemen entspricht.“ Barrierefreiheit und insbesondere Leichte Sprache sind immer mit dem Versuch einer Annäherung an das Optimum verbunden. Sämtliche Regeln und Richtlinien zielen darauf ab. Prüfsiegel können sich daher auch immer nur auf die Richtlinien und Regeln beziehen.

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